Schloss Hückeswagen
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Das Schloss Hückeswagen ist das historisch wichtigste Gebäude der Stadt. Es war als Burggebäude der Sitz der Grafen von Hückeswagen, bevor sie 1260 ihre Besitztümer an die Grafen von Berg verkauften. Heute sind dort Teile der Stadtverwaltung und das Heimatmuseum untergebracht.
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Geschichte
Erstmals erwähnt wurde das Schloss im Jahr 1189. Wahrscheinlich hat es aber schon 1138 bestanden, da in diesem Jahr Graf Friedrich von Hückeswagen erstmals erwähnt wird. Nach dem Verkauf der Freiheit Hückeswagen (und damit des Schlosses) im Jahr 1260 an die Grafen von Berg diente das Schloss als Witwensitz für die Gräfin Margareta von Berg. Danach erfolgten mehrfache Verpfändungen, auch wohnten Amtmänner und Kellner dort. Aus einem Dokument des Jahres 1494 geht hervor, dass das Schloss sehr verfallen war. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Gebäude an Wilhelm von Plettenberg verschrieben. Am 18. November 1653 wurde das Schloss durch einen Leutnant Jungbluth für den Pfalzgrafen Philipp Wilhelm von Neuburg erobert. Er ließ es mit 25 Soldaten und Sturmleitern einnehmen. Zu dem Zeitpunkt befand es sich im Besitz von Johann Adolf von Schwarzenberg.
1683 kam die Schlosskapelle (Nord-Ost-Flügel und heute das Heimatmuseum) in den Besitz der Katholischen Kirche. Das Schloss befand sich auch in der Folgezeit ständig im schlechten Zustand. Es wurde meistens von Richtern und Beamten bewohnt, es war Amts- und Gerichtsstätte. Aufgehalten wurde der Verfall um das Jahr 1820. Die Tuchfabrikanten und Kaufleute Gebrüder Wülfing, W.A. Johanny und Carl Nörrenberg statteten die Räume mit Komfort aus und nutzen sie für Geschäftszwecke.
Im September 1884 erwirbt die Stadt Hückeswagen von der Katholischen Kirchengemeinde die frühere katholische Schlosskirche sowie den Hausgarten und eine Holzung, die Höfchen genannt wird. Am 15. Oktober 1884 gingen weitere Teile das Schloss in den Besitz der Stadt über. Im ehemaligen katholischen Kirchenraum wurde eine Zwischendecke eingezogen, so dass ein Tagungsraum für die Stadtverordneten entstand. Auch der Bürgermeister wohnte dort zeitweise.
Am 8. Oktober 1959 wird der alte Eingang zur ehemaligen Schlosskirche entfernt und später durch einen Eingang am "Rondell" ersetzt.
Ratssaal
Im Ratssaal wurde 1921 ein Tisch für die Ratsmitglieder installiert. Er hatte seinerzeit 50.000 Reichsmark gekostet. Aufgrund eines größer gewordenen Rates nach der Kommunalwahl 2009 ist der Tisch zu klein geworden und wurde für 38.000 Euro durch einen größeren ersetzt. Der alte Tisch wird vom Freilichtmuseum Lindlar übernommen.
Heimatmuseum
Siehe: Heimatmuseum Hückeswagen
Schlossvorplatz
Der Schlossvorplatz ist mit Pflastersteinen befestigt. Er kann mit Autos befahren werden, zeitweise ist dort Parken erlaubt. Der Platz ist bis auf eine Zufahrt mit einer Mauer eingefriedet. Auf dem Platz seitlich hin zur benachbarten Pauluskirche befindet sich ein historischer Brunnen. Am Rande des Platzes befinden sich unter anderem:
- eine Infotafel aus Metall mit der Geschichte zum Schloss
- eine Infotafel zum Historischen Rundweg (nahe den Fahnenmasten)
- ein Gedenkstein an die Partnerschaft mit Etaples sur Mer
Im Eingangsbereich des Heimatmuseums sind vier Grabsteine angebracht:
- Grabstein vom „10.04.1701 TILMANS AUFEM HEYD seine Hausfrau Christina“
- ein Grabstein von „Peter Hartcop 1754“
- ein Grabstein aus dem Jahr 1686
- ein Grabstein aus dem Jahr 1793

